Gesundheitsförderung im Wald

Im Wald sind Dinge, über die nachzudenken
man jahrelang im Moos liegen könnte.

                                                                 Franz Kafka

Impulse und Gedanken zur Gesundheitsförderung durch den bewussten Aufenthalt
im Wald

Da müsste man meinen, dass sich unser Wald zur Gesund- Erhaltung unserer Umwelt und schließlich als Lebensgrundlage für uns Menschen schon längst einen wohl verdienten Namen gemacht hat. Doch die  Erinnerungen an den obligatorischen Sonntagsspaziergang oder der sportlichen Runde auf dem Trimm-Dich-Pfad weichen zunehmend einer Freizeitvermarktung mit Erlebnis-Garantie. Der Wald verkauft sich neuerdings gut für Kletterfanatiker, Soft-Abenteurer und Kindergeburtstage.

Wer in den Wald geht liegt im Trend. So ist es auch kaum mehr verwunderlich, dass immer mehr Kindergärten in den Wald ziehen.
Doch was vordergründig wie eine Modeerscheinung aussieht, hat bereits Geschichte geschrieben und basiert auf einem fundiertem Konzept. Die Ursprünge dieser pädagogischen Entwicklung  führen in die 50er Jahre nach Dänemark. Seit 1991 entstehen Waldkindergärten in verschiedenen Organisationsformen in Deutschland und werden stetig mehr.
Mit der Einführung von Bildungsplänen wird der Qualität der pädagogischen Arbeit im Naturraum mehr Verständnis entgegengebracht. Der Waldkindergarten konnte sich behaupten als Vorreiter zur Neugestaltung von Bildungskonzepten. Er gibt Antworten auf gesellschaftliche Veränderungen und  neuste wissenschaftliche Erkenntnisse.

Allen Kindern frühzeitig bestmögliche Bildungserfahrungen und Entwicklungschancen zu bieten ist  Aufgabe unserer Bildungspolitik.
An erster Stelle unserer guten Wünsche für uns und unsere Kinder sind Glück und Gesundheit zu nennen. Zwei erstrebenswerte Zustände, die wir oft glauben, nicht wirklich beeinflussen zu können.

„Gesundheit ist mehr als nur das frei sein von Krankheit“. Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist sie ein Zustand von körperlichem, seelischem, geistigem und sozialem Wohlbefinden.
Gesundheit wird gesehen „als ein positives Konzept, das die Bedeutung sozialer und individueller Ressourcen für die Gesundheit ebenso betont, wie die körperlichen Fähigkeiten.“ ( Erste internationale Konferenz zur Gesundheitsförderung am 21. November 1986 in Ottawa).

Mit dieser Ausweitung zum Verständnis von Gesundheit rücken immer mehr die Fragen zu den Bedingungen für Gesundheit, bzw. für eine gelingende Entwicklung von Kindern in den Vordergrund.

Bevor wir nun mit unseren Antworten im Wald stehen, wollen wir an dieser Stelle aufklären:
Denn Aufklärung steht an vorderster Stelle einer guten Gesundheitsförderung.

Wer mit Kindern in die Natur, in den Wald geht sollte sich bewusst sein über mögliche Risiken oder Gefahrenquellen. Nur wer gut informiert ist kann Sicherheit und Vertrauen vermitteln – wichtigste Grundlage für positive Entwicklungschancen.

Der Wald wird assoziiert mit Erholung und Entspannung, jedoch bei vielen Menschen auch mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden.
Wie Hänsel und Gretel allein im Wald zu stehen trifft wohl eine unserer Ur-Ängste. Alte Geschichten und unsere Phantasie haben wohl dem ein oder anderen bereits auf einsamen Spaziergängen durch den Wald einen Streich gespielt oder erst gar nicht dazu angeregt.

Doch was vermeintlich abschreckt wird von den Kindern als Quelle ihrer Spielsituationen genutzt. Da werden schnell mal aus Steinen graue Mäuse gemacht oder ein Maulwurfhaufen zum Drachenkot  phantasiert. Zusammen zu bleiben in der Gruppe hat eine andere Qualität. Regeln, die sich daraus ergeben, sind für die Kinder auf ganz natürliche Weise schlüssig und werden deshalb eingehalten.

Auch andere Verhaltensregeln im Wald sind mit den Kindern zu besprechen, um möglichen Gefahren vorzubeugen.
Dazu gehören z.B.:
keine Federn sammeln
keine toten Vögel oder Tiere anfassen
keine Beeren oder andere Pflanzenteile in den Mund nehmen
das Klettern auf Holzstapeln ist verboten wegen der Abrutschgefahr und möglichen Einklemmungen
nur ausgewiesene Kletterbäume besteigen und diese nicht höher als 3 Meter
Hochsitze dürfen nicht bestiegen werden
um keine Insekten anzulocken keine süßen Speisen und Getränke
keine hektischen Bewegungen in Insektennähe
vor der Brotzeit gründlich Hände waschen

Grundsätzlich sollen sich alle so verhalten, dass der Lebensraum Wald nicht beschädigt oder verunreinigt wird. Pflanzen und Tiere sollen nicht mutwillig gestört oder gar zerstört werden.

Die Angst vor Zeckenbissen
Ein kleines Tierchen schreckt die meisten von uns ab, sich ausgiebiger im Wald auf zu halten:
Die befürchteten Ansteckungen mit FSME oder Borreliose durch einen Zeckenbiss lassen sich jedoch durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen in den meisten Fällen verhindern.
Entsprechende Kleidung, d.h. geschlossene Schuhe, Socken, die über eine lange Hose gezogen werden, langarmige Shirts und eine Kopfbedeckung geben Schutz. Von Vorteil ist eine möglichst helle Kleidung, um evtl. frühzeitig Tierchen zu erkennen. Als wichtige Regel gilt, die Kinder nach dem Aufenthalt im Freien sofort aus zu ziehen, ab zu suchen und gegebenenfalls die Zecke fachgerecht zu entfernen. Die Borelliose – Bakterien halten sich im Darm der Zecke auf, deshalb werden sie erst  ca. 8-10 Stunden nach dem Biss übertragen.

Gefahren durch Witterung
Der Aufenthalt im Wald ist bei Gewitter, Sturm oder starkem Wind wegen der Gefahr umstürzender Bäume oder herab fallender Äste zu vermeiden. Auch nasser, schwerer Schnee kann den Gang zu gewohnten Waldplätzen ausschließen.
Waldbestand, indem sich ein Waldkindergarten regelmäßig aufhält muss immer wieder fachmännisch kontrolliert werden.

Zur Ausrüstung einer Waldgruppe gehört ein eigener Erste-Hilfe-Koffer und ein Handy mit allen wichtigen eingespeicherten Nummern, also von Rettungsdiensten und Eltern.

Ausführlichere Materiallisten und Sicherheitsbestimmungen  finden sich in der Broschüre „Mit Kindern im Wald“, herausgegeben und zu beziehen bei der Gemeindeunfallversicherung (GUV).

Was Kinder brauchen
Wer sich bis hierher nicht abschrecken hat lassen, der ist nun herzlich eingeladen weiter zu lesen und anstelle der Risikofaktoren und der Frage was Kinder krank macht den Gedanken zu folgen, was unsere Kinder eigentlich brauchen, um sich glücklich und gesund zu fühlen.

Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der darauf abzielt, Kindern „ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen (Ottawa-Charta).

Was Kinder stark macht
Allein die Auseinandersetzung mit den oben beschriebenen Regeln macht Kindern ihre eigene Handlungskompetenz täglich bewusst. Durch eine offene Haltung gegenüber kindlichen Fragen und auch dem Hinterfragen von Regeln können Verständnis und Sachwissen gebildet werden. Kinder  werden in ihrem Wald  Experten für Besucher und Eltern, was Motivation und Selbstbewusstsein schafft und schließlich Kinder stark macht.

Wiederstandsfähigkeit (Resilienz) stärken
Kinder in der Natur sind den unterschiedlichen Wetterverhältnissen ausgesetzt. Sie erleben die Jahreszeiten hautnah, spüren Wärme, Wind und Kälte, die Jahreszeiten in ihren unterschiedlichen Qualitäten. Sie müssen sich und ihren Körper entsprechend auf unterschiedliche Gegebenheiten einstellen. Sie erfahren sehr schnell, dass sie im Schatten der Bäume angenehme Abkühlung im Sommer finden oder durch Bewegung der Kälte im Körper trotzen können. Ihr Verhalten passt sich an  und wirkt selbsttätig. Wer einen langen, kalten Winter durchgehalten hat, sich um seine Bedürfnisse kümmern konnte, weil er Zuflucht im warmen Bauwagen fand oder einen warmen Tee  zu schätzen weiß,der  ist stolz und groß geworden und er wird wissen, dass er auch unangenehmere Zeiten aushalten und sich Herausforderungen mutig stellen kann.
Wie oft versuchen wir alle Unannehmlichkeiten von unseren Kindern fern zu halten, wie oft nehmen wir Ihnen Verantwortung ab oder gestehen sie gar nicht erst zu?
Kindheit hat sich verändert. Wir leben in einer Welt, die immer schneller wird und sich rasch verändert, die Lebensbereiche der Kinder sind zunehmend verinselt, die Sinnzusammenhänge fehlen aufgrund der Technisierung , Gestaltungsmöglichkeiten- und Bewegungsräume wurden extrem eingeschränkt. Wir wissen, um diese Entwicklung und was Kindern heute abverlangt wird. Und anstelle sie notwendige Erfahrungen machen zu lassen, versuchen wir sie mit einer Art Weichspüler vor der Härte der Realität zu bewahren.
Zumutbare Grenzerfahrungen etwa durch Witterung oder zum Beispiel durch die Herausforderung auf Bäume zu klettern stärken die Gesundheit des Kindes. Sie lernen ihre Kräfte einzuschätzen und einzusetzen, sie erfahren Erfolg, lernen aber auch mit Misserfolgen, Frustration und Stress umzugehen und können Belastungen standhalten.

Eine Stärkung der individuellen und sozialen Ressourcen eines Kindes und seines positiven Selbstkonzeptes ist Grundlage glückender Gesundheitsförderung.

Dazu reicht natürlich nicht aus, sich einfach draußen aufzuhalten und damit zu denken alle notwendigen Voraussetzungen abgedeckt zu haben. Es gilt, sich mit dem „Bild vom Kind“ auseinander zu setzten und daran eine schlüssige Konzeption für das pädagogische Handeln und Wirken im Wald zu erarbeiten. Es geht also um eine pädagogische Haltung und Einstellung im professionellem Kontext, wenn wir als Erzieher und Fachkräfte an unseren Kindern feilen wollen.
Partizipation, Ko-Konstruktion – all die schönen neuen Begriffe, die ein Bildungsplan für uns bereit hält wollen auch verstanden und gelebt werden!

Im Naturraum sind große wie kleine Besucher Entdecker und Pioniere. Sie gestalten ihre Bildungslandschaft  im gemeinsamen Erleben von Eindrücken und Situationen. Der Pädagoge begleitet und initiiert Bildungs- und Entwicklungsprozesse der Kinder.
Lernen mit Herz, Hand und Verstand
Ganzheitliches Lernen kann stattfinden, wenn Entdecken und Forschen Freude macht und die Neugierde der Kinder erhalten bleibt. Was das mit Gesundheit zu tun hat?
Wir Menschen fühlen uns glücklich und zufrieden, wenn wir aus eigenen Kräften etwas geschaffen haben, wenn wir in unserem Tun Begeisterung spüren. Tätig sein als solches gibt uns Antrieb und Bestätigung. Arbeit und Lernen als Gewinn unserer Lebensqualität betrachten zu können schützt vor Krankheit, Überdruss und Burn-Out.
Dass die frühkindliche Entwicklung wesentlich geprägt wird von der Qualität menschlicher Zuwendung durch haltende Bezugspersonen ist inzwischen unumstritten.
Doch was für eine Umwelt braucht ein Kind noch?
Der Entwicklungspsychologe Busemann behauptet bereits 1955, dass die Natur erleben zu können zum seelischen Existenzminimum des Menschen gehöre. Auch von neurobiologischer Seite wird neuerdings auf die Notwendigkeit von Naturerfahrungen hingewiesen (Hüter 2005; 2008).
Kinder schätzen an der Natur vor allem die Abwechslung, die Möglichkeit nach immer wieder neuen Aktivitäten, sie fühlen sich frei und ungezwungen.
Die Offenheit und Sensibilität für die Dinge der Natur ist nie wieder so ausgeprägt wie in der Kindheit.Ein Mangel an primärer Naturerfahrung in dieser Phase kann wahrscheinlich durch keine noch so stimulierende Ersatzwelt kompensiert werden und später wohl auch nicht aufgeholt werden.

Spielen mit Naturmaterialien, mit Erde und Wasser ist eine ganz ursprüngliche, sinnliche Art sich zu beschäftigen. Kinder versinken in ihrem Tun, sie sind mit allen Sinnen spielend. Spielzeug, das nicht von Erwachsenenhand vor strukturiert ist und damit einer gewissen Bedeutung zu geschrieben wird, lässt den Kinder einen höheren Handlungsspielraum zu, sie sind freier in ihren eigenen Interpretationen. Kreatives Denken und die Notwendigkeit miteinander zu kommunizieren werden gestärkt.

Natürliche Strukturen weisen eine Vielzahl von Eigenschaften auf, die für die kindliche Entwicklung gut sind.
„Die Natur verändert sich ständig und bietet zugleich Kontinuität. Sie ist ständig neu (z.B: der Wechsel der Jahreszeiten) und doch bietet sie die Erfahrung von Verlässlichkeit und Sicherheit: Der Baum im Garten überdauert die Zeitläufe der Kindheit und steht für Kontinuität. Der psychische Wert von Natur besteht also in ihrem eigentümlichen, ambivalenten Doppelcharakter: Sie vermittelt die Erfahrung von Kontinuität und damit Sicherheit, und zugleich ist sie immer wieder neu. Auch in der Anthropologie geht man davon aus, dass es beim Menschen zum einen einen grundlegenden Wunsch nach Vertrautheit und zum anderen ein ebenso grundlegendes Neugierverhalten gibt“. (Ulrich Gebhard, Kind und Natur)

Zu weit ausgeholt?
Um über gesundheitsfördernde Dinge im Wald  nachzudenken, reicht es vermutlich nicht aus jahrelang im Moos zu liegen…

Die frische Luft, das viele Grün und die entspannende Ruhe sind vermutlich erste Einfälle, die auch hier in diesem Artikel eingangs zu erwarten gewesen wären.
Aus medizinischer Sicht ist der regelmäßige Aufenthalt in der Natur eine Notwendigkeit. Das körpereigene Immunsystem wird gestärkt und verringert so die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten.

Bewegung als Grundlage wichtiger Prozesse
Dass Bewegung ein unverzichtbarer Bestandteil für eine gesunde Entwicklung ist wurde inzwischen ausreichend studiert und wird allseits angenommen.
Kinder benötigen zum Aufbau ihrer organischen Funktionen eine Belastungseinheit von mindestens 2-3 Stundenpro Tag. Wo, so frage ich mich, wird diese Einheit im Tagesablauf einer Familie eingebaut?
Kinder haben einen natürlichen Drang und Freude daran sich zu bewegen. Für sie ist Bewegung ein wichtiges Mittel, um ihre Umwelt zu be-greifen, ihre Fähigkeiten kennen zu lernen und zu trainieren und zu kommunizieren. Motorik ist eng verbunden mit sensorischen und psychischen Prozessen und bildet die Grundlage für kognitive und soziale Lernerfahrungen.

Der Wald als Bewegungsanimateur
Der größte Bewegungsanimateur ist im Waldkindergarten nicht die pädagogische Fachkraft, sondern der Naturraum selbst. Unterschiedliche Geländestrukturen fordern heraus, die eigenen Kräfte auszuprobieren. Hüpfen, Springen, Klettern, Kriechen, Balancieren, gegen den Wind zu  kämpfen oder mit dem Wind zu laufen: der Wald ist keine stolperfreie Zone. Kinder bewegen sich während ihres gesamten Aufenthaltes im Wald auf unebenen Flächen. Anders als auf geteerten oder mit Teppich und Laminat ausgelegten Wegen werden differenzierte Bewegungsfolgen ausgelöst und die Kinder in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit und Konzentration gestärkt.Allein diese Tatsache führt zu einer permanenten Stärkung des Gleichgewichtsorgans. Die gesamte Körpermotorik wird vielseitig beansprucht.
Wieviel Platz haben Kinder in Kindertageseinrichtungen tatsächlich zur Verfügung? Zieht man von den zustehenden Quadratmetern pro Kopf die Innenausstattung der Räume noch ab, bleibt enttäuschend wenig übrig, um sich wirklich raumgreifend, ausgelassen und  frei zu bewegen – ganz abgesehen vom erhöhten Lärmpegel, der damit einhergeht.
„Angesichts der veränderten Lebensbedingungen, unter denen Kinder heute aufwachsen, sollte Bewegung so oft wie möglich im Freien stattfinden. Vor allem in der freien Natur können Kinder ihren Bewegungsdrang ungehindert ausleben….“ (BayBEP 2006)

Gesundheitsprävention
Kinder lernen im Waldkindergarten, dass Bewegung für ihre Gesundheit wichtig ist, genauso auch dass Sicherheitsvorkehrungen notwendig sind. Sie erfahren die erholsame Wirkung von Ruhepausen, finden vielseitige Rückzugmöglichkeiten, um sich zu entspannen und haben ausreichend Zeit sich in ihrer Entwicklungsgeschwindigkeit eigenen Herausforderungen zustellen.
Langeweile auszuhalten, eine Reduktion auf das Wesentliche, die Fähigkeit aus vermeintlichem „Nichts“ vieles machen zu können,wirkt präventiv auf die Gesundheit unserer Kinder.

Zukunft fordert heraus
Die Problemsituationen unserer Zeit werden sich durch ein zukunftsweisendes Bewusstsein meistern lassen. Unsere Kinder werden vieles brauchen um sich gesund und glücklich zu fühlen, vor allem aber folgendes: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Fähigkeiten der anderen, sowie soziale Kompetenz und Intelligenz, die Fähigkeit , Visionen zu entwickeln und den Mut, diese zu verwirklichen.

Anliegen in eigener Sache
Lieber Wald, im Zeitalter von Top- Modells und Superstars hast Du es eigentlich nicht nötig dich mit Kletterseilen auf zu strapsen, dich mit einem Farbenwald zu schminken oder Deine schönen Stimmen hinter der Waldbühne zu verstecken.Bleib wie du bist! Du glänzt sensationell mit deiner natürlichen Ausstrahlung.

 

Artikel erschienen in: KiTa aktuell BY, Fachzeitschrift für die Leitung von Kindertageseinrichtungen, 11/2010, Krug, Marianne; Obermaier- van Deun, Peter, Carl Link Verlag, Kronach

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Gesundheitsförderung im Wald

Stein ZeitIm Wald sind Dinge, über die nachzudenken man jahrelang im Moos liegen könnte                                        Franz Kafka

Impulse und Gedanken zur Gesundheitsförderung durch den bewussten Aufenthalt im Wald.

Da müsste man meinen, dass sich unser Wald zur Gesund- Erhaltung unserer Umwelt und schließlich als Lebensgrundlage für uns Menschen schon längst einen wohl verdienten Namen gemacht hat. Doch die  Erinnerungen an den obligatorischen Sonntagsspaziergang oder der sportlichen Runde auf dem Trimm-Dich-Pfad weichen zunehmend einer Freizeitvermarktung mit Erlebnis-Garantie. Der Wald verkauft sich neuerdings gut für Kletterfanatiker, Soft-Abenteurer und Kindergeburtstage.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Willkommen auf Naturraumpaedagogik.de

Im FlussNaturraumpädagogik

Der pädagogische Ansatz im Waldkindergarten und Transferchancen für  andere Bildungseinrichtungen

Naturraumpädagogik nutzt den Wald und die Natur als Lernort, Raum und Mittler, um ganzheitlich Bildungsprozesse in Gang zu setzten. Dabei spielen zwar ökologische und biologische Gedanken eine große Rolle, sind aber nicht immer Hauptziel pädagogischen Handelns. Bildungsbereiche, wie sie der BayBEP oder auch Bildungspläne anderer Bundesländer beschreiben, werden im und durch den Naturraum umgesetzt. Ein Lernen mit Herz, Hand und Verstand soll Kinder befähigen die Welt um sich und in sich zu entdecken und sie zu erschließen. Das Spiel in der Natur weckt die Explorationsfreude und birgt die Möglichkeit sich frei zu entfalten und eine tiefe Verbundenheit mit den Dingen, um sich zu spüren.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit | 4 Kommentare